Warum ist die Frage nach der Bezahlung in der Beratung wichtig?
Kosten und Bezahlung in der Beratung sind entscheidend, um die Anreize eines Beratenden zu verstehen. Wer weiß, wie jemand vergütet wird, kann eine Empfehlung besser einordnen.
„Kostenlos” heißt selten wirklich kostenlos
Oft wird kommuniziert, die Beratung sei kostenlos, weil sie im Produkt eingepreist ist. Was heißt das eigentlich? Konkret bedeutet es, dass der Beratende nicht von Ihnen vergütet wird, sondern vom Produktgeber. Das kann eine Fondsgesellschaft oder ein Versicherungsunternehmen sein. Die Konsequenz ist, dass der Beratende dahingehend incentiviert ist, Ihnen ein Finanzprodukt zu verkaufen. Das ist zunächst nicht verwerflich, hat aber Folgen für die Produktauswahl.
Fragen Sie nach der Rendite nach Kosten
Stellen Sie sich die Frage: Passt dieses Produkt wirklich zu mir, zu meinen finanziellen Zielen und meinem Zeithorizont? Fragen Sie bewusst nach, wie hoch die erwartete Rendite nach Kosten ist. Denn auch diese Beratung ist nicht kostenlos. Sie wird über die gesamte Haltedauer abgezogen und schmälert so Ihre Rendite. Das ist oft nicht transparent, und so gehen viele tausend Euro an möglicher Rendite verloren.
Auf Augenhöhe ins Gespräch gehen
Je aufgeklärter Sie in das Gespräch gehen und je mehr Sie dem Beratenden auf Augenhöhe begegnen, desto besser können Sie einschätzen, ob diese Art der Beratung zu Ihnen passt. Auf dieser Seite finden Sie deshalb bewusst nur Beratende, die nicht über das Produkt finanziert werden. Stattdessen arbeiten sie über ein vorab transparent kommuniziertes Honorar, etwa nach Pauschale oder Stundensatz, ähnlich wie Sie es von einer Anwältin oder einem Steuerberater kennen, oder über ein Serviceentgelt auf das verwaltete Vermögen.